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Draußen vor der Tür

Draußen vor der Tür

Wolfgang Borchert
Niveau
Niveau 4
Jaar uitgave
1947 [diese Edition 2007]
Uitgeverij
Rowohlt Verlag
Plaats
Hamburg
Aantal pagina's
45
Genre
  • Drama
Tags
  • Nachkriegszeit
Taalniveau
B2

Over de auteur

Wolfgang Borchert wurde 1921 in Hamburg geboren und starb 1947 in Basel. Nach einer bestandenen Schauspielprüfung gab er die Lehre zum Buchhändler auf, und arbeitete ab März 1941 als Schauspieler in Lüneburg. Schon bald wurde er zur Wehrmacht gerufen. Bis 1943 wurde er an der Ostfront eingesetzt. Wegen Selbstverstümmelung und regimefeindlichen Äußerungen wurde er mehrfach inhaftiert. Im März 1945 wurde er bei Frankfurt von französischen Truppen gefangen genommen, auf dem Transport konnte er aber entkommen. Anschließend arbeitete er in Hamburg beim Kabarett. Wegen einer Leberkrankheit war er ab Spätherbst 1945 bis zum Tod in November 1947 im Baseler Clara-Spital ans Bett gefesselt. Während dieser Zeit schrieb er viele Prosawerke sowie auch Draußen vor der Tür.

 

Inhoud

Der zweite Weltkrieg ist vorbei. Ein Mann kommt von der Front zurück nach Deutschland. Die schrecklichen Kriegserfahrungen haben ihn verändert. Er träumt die schauderhaftesten Albträume. Einmal zurück in seiner Heimatstadt erfährt er auf peinliche Weise, dass keiner ihm wirklich zuhört oder sich über seine Heimkehr freut. Sein Haus wird von einer Fremden bewohnt und auch seine Geliebte gehört ihm nicht mehr

Leesaanwijzingen

Das Drama fängt an mit einem Dialog zwischen Gott ("Der alte Mann") und dem Teufel ("Der Beerdigungsunternehmer"). Dann folgt ein Traum von Beckmann. Das Drama ist als eine Anklage zu lesen. Achte darauf, was Beckmann den verschiedenen Figuren vorwirft und wie diese auf ihn reagieren. Wer antwortet ihm am Schluss?

Om over na te denken

Inwiefern sind die Figuren individuelle Charaktere, oder Typen, die es nach jedem Krieg gibt?

Waardering

"Draußen vor der Tür ist schlichtweg einzigartig. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Einerseits ist das Stück wohl das wichtigste Beispiel für Trümmerliteratur überhaupt, zum anderen beeindruckt es enorm durch die Unerbitterlichkeit, mit der Borchert die Anklage gegen eine Gesellschaft führt, welche die Leiden des Heimkehrers Beckmann (Borcherts Antiheld) einfach nicht wahrnimmt, in der die Menschen unfähig zur Auseinandersetzung mit den im Krieg geschehenen Gräueltaten sind. […] Auch und gerade in künstlerischer Hinsicht ist Draußen vor der Tür ein Meisterwerk. Die Sprache und der Stil sind unglaublich eindringlich, die Wortwahl trifft die Situation immer genau, die Figuren sind unglaublich plastisch gezeichnet, der Aufbau (von Tür zu Tür) ist bestens geeignet, um das Aufeinanderprallen Beckmanns mit einer ihm fremden Welt zu zeigen - und das Ende ist keineswegs vage, sondern macht Sinn."

 "[…] Draußen vor der Tür ist eines der wenigen Bücher, das ich mehr als einmal gelesen habe. Ich werde es wahrscheinlich noch als alte Oma im Schaukelstuhl meinen Enkeln vorlesen, die es hoffentlich genauso sehr lieben werden wie ich..."

"Dieses Buch muss man gelesen haben, da es ein Stück sehr wichtiger Literatur widerspiegelt. Wenn man sich vorstellt, in welchem Alter Borchert einige Texte geschrieben hat, kann man es sich gar nicht vorstellen."
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Docenteninformatie

Einführung

Wolfgang Borchert (1921-1947) wurde vor allem durch seine Lyrik, Kurzgeschichten und das Drama Draußen vor der Tür (1947) bekannt. Seine Werke spiegeln die "Bitterkeit und Trauer einer verratenen Generation" wider und gehören zur sogenannten "Trümmerliteratur" nach 1945. Sein größter Erfolg Draußen vor der Tür (1947) erschien zunächst als Hörspiel und wurde erst nach seinem Tod als Theaterstück in Hamburg aufgeführt. Borcherts Werke werden häufig als Schullektüre herangezogen, wobei vor allem seine Kurzgeschichten im Unterricht näher beleuchtet werden. Seine berühmteste Kurzgeschichte ist Das Brot (1949). Borchert beeinflusste auch die berühmte "Gruppe 47" mit seinem Schaffen und wurde von ihnen postum geehrt.

 

Inhalt

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrt Beckmann von der Front zurück nach Hause. Die grausamen Erfahrungen des Krieges haben ihn verändert. Er hat nun schlimme Albträume. Auch daheim hat sich einiges verändert, denn keiner nimmt sich seiner an, hört ihm zu oder freut sich, dass er zurück ist. Er besucht seinen ehemaligen Vorgesetzten, einen Oberst, und will diesem nun die Verantwortung zurückgeben, die er ihm einst übertragen hatte. Dieser lehnt das allerdings ab, verspottet ihn und empfiehlt ihm zum Kabarett zu gehen. Beckmann geht nun zum Kabarett und will als Kabarettist arbeiten. Da seine Komik aber zu nah an der Realität ist, wird er auch hier abgelehnt und wieder nicht gehört. Er steht nun wieder auf der Straße und geht zum Hause seiner Eltern. Dort trifft er eine fremde Frau an, die ihm erzählt, dass ihr nun das Haus gehöre, da seine Eltern als treue Nazis Selbstmord begangen haben. Am Ende erfährt er noch, dass 'sein Mädchen' einen anderen hat und er bricht verzweifelt zusammen. Er stellt verzweifelte Fragen, auf die ihm jedoch niemand eine Antwort geben kann.

 

Schwierigkeitsgrad

Literarisches Niveau: Das Buch ist generell für N4-Leser einzuordnen, da Schüler doch recht viel Zusatzwissen mitbringen müssen, um einige Zusammenhänge verstehen zu können.

Jedoch ist es auch möglich, dass schon N3-Leser dieses Buch bearbeiten, da der Text durch den Dramenaufbau und die übersichtliche Handlung relativ leicht zugänglich ist. Für N5-Leser ist  der Text vielleicht etwas zu leicht, allerdings können Leser dieses Niveaus noch mehr aus dem Text herausholen und die intertextuellen Referenzen erkennen.

Sprachliches Niveau: Die Sprache ist einfach gehalten, da man sich vor Augen halten muss, dass der Text als ein Drama geschrieben wurde und somit kaum komplizierte Satzkonstruktionen zu finden sind, was den Text auch schon für Leser mit einem Sprachniveau B2 geeignet macht.

Dimensionen

Indikatoren

Hinweise zu komplizierende Faktoren

Allgemeine Voraussetzung (um den Text verstehen zu können)

Bereitschaft

 

 

 

 

 

 

Interessen

 

 

 

 

Allgemeinkenntnisse

 

 

 

Spezifische kulturelle und literarische Kenntnisse

Leser des Niveaus 4 können den Text ohne größere Probleme erfassen und verarbeiten. Aufgrund der Kürze des Textes ist es aber auch für Leser des Niveaus 3 möglich den Text zu erfassen. Die Kürze ist zugleich auch das Negative für Niveau 5, allerdings ist der Text weitaus vielschichtiger als es vielleicht auf den ersten Blick scheint.

 

Das Interessante für Schüler aller drei Niveaustufen ist vor allem der Bezug zur Geschichte. Wie fühlt man sich, wenn man aus dem Krieg heimkommt und niemand wartet auf dich oder fragt, wie es dir geht?

 

Man sollte sich im Vorfeld mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandergesetzt haben. Dies ist vor allem bei Schülern höherer Klassenstufen wahrscheinlich, da sie bereits einige Dinge im Geschichtsunterricht gelernt haben.

 

Das Drama appelliert vor allem daran, dass sich die Schüler mit der "Trümmerliteratur" und der deutschen Literatur nach 1945 auseinandersetzen. Man muss sich auch mit Aspekten wie "Dramenbau" und der "Spannung" auseinandersetzen können. Dieses wurde meist schon im Niederländischunterricht behandelt und kann so auf das Werk angewendet werden.

Fertigkeit bezüglich des Sprachgebrauchs - vgl. GER (ERK) - und des literarischen Stils

Vokabular

 

 

Satzkonstruktion

 

 

Stil

Das Vokabular ist einfach verständlich und teilweise umgangssprachlich. Auch für N3 geeignet.

 

Die Sätze sind meist kurz und einfach. Manchmal umfassen sie auch nur einzelne Wörter.

 

 

Der Stil ist durch viele Wiederholungen und Elisionen gekennzeichnet. Borchert gebraucht viele Punkte und trennt so die Sätze auch optisch voneinander ab. Da es ein Drama ist, gibt es Dialoge und Regieanweisungen.

Fertigkeit bezüglich literarischer Verfahrensweisen

Handlung

 

  

Chronologie

 

 

Erzählstrang /-stränge

 

Perspektiven

 

Bedeutung(sschichten)

 

Die Handlung im Drama kann man als schnell beschreiben. In jeder Szene passiert etwas, das sich bis zum Ende hin steigert und dann am Ende zum Zusammenbruch führt.

 

Auch wenn das Ende der Hauptfigur schon am Anfang angedeutet wird, folgt die Handlung doch einer chronologischen Reihenfolge. Es wird also auch für Leser mit N3 nicht zu kompliziert sein, dem Handlungsverlauf zu folgen.


Es gibt nur einen Erzählstrang im Drama - den der Hauptfigur.


Die Leser aller Niveaus werden mit der Perspektive umgehen können, da es im Prinzip nur aus Beckmanns Sicht erzählt wird. Durch die Dialogform wird auch die Haltung der anderen Figuren deutlich.

Um die Bedeutung zu erkennen, ist es wichtig, dass die Schüler sich vorher mit der Kriegs- und Nachkriegszeit in Deutschland auseinandersetzen, da es sonst zu Problemen bei der Interpretation kommen kann. Das Doppelgängermotiv ist auch schon für Leser des N3 erkennbar. Des Weiteren müssen sich Leser jeglichen Niveaus auch mit Fachtermini beschäftigen, welche allerdings durch die Lektüre offensichtlich werden.

Fertigkeit bezüglich der literarischen
Figurengestaltung

Charaktere

 

Zahl der  Figuren

 

Verhältnisse

Die Charaktere sind gut durch ihr Handeln erfassbar. Da sie vor allem mit Worten handeln, ist die Charakterisierung der Figuren für N3 Leser sehr gut realisierbar.

Da es bei den Figuren auch "Doppelgänger" gibt, ist die Zahl der eigentlichen Figuren begrenzt. Dies macht es für Leser aller Niveaus einfach und überschaubar.

Der Leser muss in der Lage sein, die Figuren mit der Geschichte zu verbinden und sie in einem Gesamtkontext sehen. Was führte dazu, dass die Figuren so handeln wie sie handeln? Was sind die Folgen, die der Krieg für die heimkehrenden Soldaten hat? Was passiert mit denen, die die eigentliche Verantwortung hatten? Der Leser muss sich des Weiteren mit den Gefühlen der Hauptfigur auseinandersetzen und sie ergründen.

Benutzte Quellen

www.rowohlt.de/buch/Wolfgang_Borchert_Draußen_vor_der_Tür

Relevante Quellen

Hinweise aus der Zentrale für Unterichtsmedien im Internet e.V.:

http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/borchert/#1

Verarbeitung und Vertiefung

N3

-          Motivanalyse anhand des "Doppelgängermotivs"
-          Drama entdecken durch produktiven Umgang mithilfe des "Nachspiels"
-          Erklärung des Titels und Erfinden eines neuen Titels
-          Analyse des Texts und produktiver Umgang mit dem Dramentext

N4

-          Textverständnis: Was oder wen klagt Beckmann an?
-          Stilanalyse: Was versteht man unter dem Begriff der "Kahlschlagliteratur"?
-          Thematik: Erklärung des Begriffs der "Trümmerliteratur" und Interpretation von Texten, die sich mit dem Begriff auseinandersetzen (z.B. Optik von Günther Eich)
-          Analyse des Dramenbaus anhand von Fachliteratur: Wie ist ein Drama            aufgebaut? 

N5

-          Literarisch-psychologische Analyse: Was ist eine PTBS? Mithilfe des Internets Informationen über Kriegskrankheiten recherchieren.
-          Analyse der Intertextualität und Schreibweise anhand des Liedes 'Tapfere kleine Soldatenfrau'
-          Den historischen Kontext kennenlernen: Trümmer und Trümmerfrauen - anhand von Internetquellen
-          Literarische Stoffe entdecken: Totentanz - mithilfe von literarischen Texten Rilkes, klassischer Musik und Malerei