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Aus dem Leben eines Taugenichts

Aus dem Leben eines Taugenichts

Eichendorff, Joseph Freiherr von
Niveau
Niveau 5
Jaar uitgave
1826 [diese Edition 1997]
Uitgeverij
Suhrkamp BasisBibliothek [diese Edition]
Plaats
Frankfurt/Main [diese Edition]
Aantal pagina's
160
Genre
Tags
  • Fernweh
Taalniveau
C1

Over de auteur

Joseph Freiherr von Eichendorff (* 1788, † 1857), ein Adliger aus Oberschlesien, war Dichter, Romancier (mit Ahnung und Gegenwart  hat er immerhin einen Roman geschrieben, der 1815 veröffentlicht wurde) Soldat in den sogenannten 'Befreiungskriegen' gegen Napoleon und später Beamter im preußischen Staatsdienst. Er kannte die wichtigsten literarischen und philosophischen Köpfe des damaligen Deutschlands persönlich. Aus dem Leben eines Taugenichts (1826) ist einer der zentralen Texte der deutschen Spätromantik, der auch damals schon 'einschlug wie eine Bombe'.

Inhoud

Junge Menschen, die sich den Lebensentwürfen ihrer Eltern widersetzen, gab es zu allen Zeiten. Auch der Taugenichts - als Leser lernen wir ihn nur unter diesem Namen kennen - ist eine solche Gestalt. Sein Vater wirft ihn mehr oder weniger aus dem Haus, da er nur faul in der Sonne liege, so sein Vater; der Taugenichts aber lässt sich davon nicht bekümmern, nimmt seine Geige und zieht frohgemut hinaus in die Welt, um dort sein Glück zu machen. Er reist umher, arbeitet mal dies, mal das, lernt Künstler und schöne Frauen kennen, verliebt sich natürlich unsterblich, verwickelt sich in weitere Abenteuer und findet - natürlich - am Ende zurück zur Geliebten und heiratet sie. Das 'Brot' (das Erwerbsleben) auf der einen, 'Fernweh', 'Musik', 'Abenteuer' und 'Liebe' auf der anderen Seite: Der Taugenichts geht den 'Weg der Sehnsucht' und verweigert sich der bürgerlichen Existenz.

Leesaanwijzingen

Da die Hauptfigur - der Taugenichts - eigentlich immer unterwegs ist und auf seinen Reisen viele Leute kennenlernt, ist es sinnvoll, besonders auf die Namen von Städten und Personen achtzugeben - zumal einige der Figuren (dies sei verraten) eine 'doppelte Identität' besitzen. Lass' dich nicht entmutigen, wenn du das eine oder andere Wort nicht kennst; der Kontext wird dir beim 'Treffen' des Sinnes 'Schützenhilfe' leisten. Achte auch auf wiederkehrende Motive.

Om over na te denken

Wie zeitgebunden ist diese Novelle? Was ist weiterhin aktuell, was nicht?                          
Nenn' - falls du welche kennst - weitere Bücher oder auch Filme, die einen 'modernen' Taugenichts als Hauptfigur haben. Wo liegen die Unterschiede im Habitus (denk' beispielsweise an Dennis Hopper im Film Easy Rider)?                                                                               
Inwieweit haben Gefühle beziehungsweise deren (sprachlicher) Ausdruck eine '(Kultur-)Geschichte'?                                                                                                                   
Ist eine (unironische) Bezugnahme auf romantische Motive, wie sie im Text verhandelt werden, deiner Einschätzung nach noch möglich?

Waardering

"[...] Eichendorff hat mit dieser Erzählung ein Werk geschaffen, das auch heute noch aktuell und ansprechend ist. Man hat das Gefühl, mit auf eine Reise genommen zu werden, die man nicht missen möchte!"

"Besonders beeindruckt hat mich bei diesem Buch die wirklich verworrene Liebesgeschichte, die den Leser von Anfang bis Ende fesselt und ihn bis zum Ende im Unklaren darüber lässt, ob die zwei Liebenden gegen Ende zueinander finden werden.
Auch die romantische Seite kommt in diesem Werk nicht zu kurz. So wird die Natur, das Zentralbild der Romantik, stets ausführlich und ausschweifend dargestellt.
Als Leser fühlt man sich durch diese detaillierte Beschreibung in die Geschichte integriert und fühlt mit dem Taugenichts, der die Natur als etwas Wunderbares, Vollkommenes wahrnimmt. Abschließend möchte ich sagen, dass dieses Buch jedem zu empfehlen ist, der sich gerne näher mit einem Buch beschäftigen möchte und nicht nur auf der Suche nach einer leichten Liebesgeschichte ist. Für jeden Liebhaber romantischer Lektüre, ein Muss." 

"Ein sehr schönes Buch! Durchs Leben ziehen und sein Glück versuchen. Wer kann da widerstehen? Wer möchte dies nicht auch einfach tun?! Der Taugenichts tut es. Und jeder in uns sollte es auch einmal tun! Sehr zu empfehlen!!! Lesen!!"
( http://www.amazon.de/product-reviews/3423026057/ref=cm_cr_dp_all_helpful?ie=UTF8&showViewpoints=1&sortBy=bySubmissionDateDescending)

Opmerkingen

goethe

Audiobuch in der Goethe-Institut Onleihe

 

 

Leestips/meer weten

Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (1668)        
Ludwig Tieck: Franz Sternbalds Wanderungen (1798)                                                     
Erich Kästner: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten (1931)

Opdrachten


Docenteninformatie

Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857), wichtigster Vertreter der deutschen Spätromantik, studierte zunächst, auf Wunsch des Vaters, Juristik. Während seines Studiums bereiste er die deutschen Gebiete,  schloss in Berlin Bekanntschaft mit Clemens Brentano (1778-1842) und Achim von Arnim (1781-1831). Dort  besuchte er auch die Vorlesungen des Philosophen Johann Gottfried Fichte (1762-1814). Nach seinem Studium trat er in den Staatsdienst ein und veröffentlichte 1815 seinen ersten Roman Ahnung und Gegenwart. Er schrieb zudem zahlreiche Gedichte. Seine Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts (1826) gilt - neben einigen für die Epoche der Romantik gleichsam paradigmatischen Gedichte -  als sein bedeutendstes Werk, dem auch schon zu seinen eigenen Lebzeiten großer Erfolg beschieden war.  Noch heute gehört es zum festen Kanon der deutschen Schulliteratur.

Inhalt

Sehnsucht nach der Ferne sowie der väterliche Unmut führt den jungen Sohn eines Müllers - im Text ist stets nur vom "Taugenichts" die Rede - in die Welt hinaus, in der er sein Glück machen will. Mit seiner Geige streift er zuerst ziellos umher und lässt sich von Zufällen und Abenteuern bestimmen, deren erstes ihn auf ein Schloss in der Nähe Wiens führt. Hier wird er Gärtnerbursche und Zolleinnehmer und verliebt sich in Aurelia, eine der "schönen Damen" des Schlosses. Da die Schöne unnahbar scheint, setzt er seine Wanderung fort und gelangt so schließlich nach Italien, durchlebt einige Abenteuer, bis ihn die Sehnsucht endlich wieder fortzieht: gen Heimat, gen Aurelie hin. Zusammen mit einer Schar musizierender Studenten aus Prag kehrt er zum Schloss der 'schönen Damen' zurück. Dort erfährt er, dass die unnahbare Dame - Aurelie - keine Gräfin, sondern eine Nichte des Schlossportiers ihn und diese ihn liebt. Die undurchsichtige Lage entwirrt sich und man heiratet schließlich.

Schwierigkeitsgrad

Literarisches Niveau: Die Schüler müssen sich mit der nicht mehr zeitgenössischen Sprache des Textes, einer 'verschobenen' 'Grammatik der Gefühle' sowie literaturwissenschaftlichen Fachtermini (Novelle, Romantik, Intertextualität, Motive, Symbole usw.) auseinandersetzen. Leseniveau 5 sollte für eine adäquate Lektüre, die die literaturwissenschaftlichen Begriffe auf den Text anzuwenden versteht, mindestens gegeben sein.

Sprachliches Niveau
: Der Text ist auf GER-Niveau C1 anzusiedeln, da der sprachliche Duktus nicht mehr dem des heutigen Deutsch entspricht. Zudem wirken einige Ausdrücke überkommen und dürften den Schülern nicht ohne Weiteres geläufig sein.

Dimensionen

Indikatoren

Hinweise zu komplizierende Faktoren

Allgemeine Voraussetzung (um den Text verstehen zu können)

Bereitschaft

 

 

Es wird dem Leser einige Mühe kosten, sich in der Sprache der Novelle zurechtzufinden. Allerdings sind die Geschichten, die die Hauptfigur erlebt, recht amüsant, wenn auch teilweise ziemlich naiv. Dies wird dem Leser die Lektüre erleichtern.

Interessen

 

 

 

 

Am Inhalt des Buches wird den Leser vor allem die Leichtfüßigkeit und Sorglosigkeit der Hauptfigur erfreuen, die sich durch zahlreiche Verwicklungen und Irrtümer in spannende Abenteuer verstrickt. Der Leser sollte aber - bei aller (scheinbaren) Naiveität der Darstellung - geschichtlichen und kulturellen Gesichtspunkten gegenüber aufgeschlossen sein. Interesse für Gefühlswelten, Liebeserfahrungen und Sehnsucht erleichtern die Lektüre.

Allgemeinkenntnisse

 

 

Die Leser brauchen zum Verständnis des Textes Kenntnisse über die gesellschaftlichen Konventionen - insbesondere in Bezug auf die Liebe - der Zeit Eichendorffs. Allerdings geht dies weitestgehend aus den Schilderungen der Novelle selbst hervor.

Spezifische kulturelle und literarische Kenntnisse

Die Leser müssen sich mit der Epoche der Romantik auseinandersetzen und typische Merkmale dieser Epoche in der Novelle wiedererkennen. Einige Merkmale, wie die Motive, können auch schon von Lesern auf Leseniveau 4 erkannt werden. Des Weiteren ist eine Beschäftigung mit dem Gattungsbegriff unerlässlich. Dies allerdings ist erst ab Leseniveau 5 zu leisten. Kenntnisse des philosophisch-ästhetischen Diskurses um 1800 wären wünschenswert,  sind aber - da extrem voraussetzungsreich - erst auf Leseniveau 6 fundiert zu berücksichtigen.

Fertigkeit bezüglich des Sprachgebrauchs und des literarischen Stils

 

Vokabular

 

 

Das Vokabular könnte den Schülern einige Probleme bereiten, da es teilweise etwas antiquiert erscheint. Dies wird vor allem B2-Lesern einige Schwierigkeiten bereiten. Leser ab GER-Niveau C1 dürften jedoch kaum Probleme haben.

Satzkonstruktion

 

 

Die Satzkonstruktion der Novelle ist sehr komplex gehalten. Die Sätze sind verschachtelt. Teilweise gibt es auch veraltete Satzkonstruktionen, die den Lesern das Verständnis erschweren können.

Stil

Eichendorffs Novelle ist in einem einfachen, schlichten Stil geschrieben und wird durch Gedichte und Lieder im Text aufgelockert. Teilweise weist sie auch märchenhafte Züge auf. Komische Elemente (u.a. Situationskomik) fehlen ebenfalls nicht.

Fertigkeit bezüglich der literarischen Verfahrensweise

 

 

Handlung

 

 

 

 

 

Die Handlung wird durch allerlei Verwicklungen und Verwechslungen - die einer gewissen Komik durchaus nicht entbehren - sowie Ortswechsel  vorangetrieben und spannend gehalten. Die Leser werden kaum Probleme beim Erfassen der Kernhandlung haben. Schwierigkeiten könnten Lesern auf Leseniveau 4 allerdings die häufige Unterbrechung des eigentlichen Handlungsverlaufs der Novelle durch Texte anderer Gattungen - Gedichte und Liedtexte - bereiten: diese bleiben allerdings auf die Handlung bezogen.

 

Chronologie

 

 

 

Die Geschichte wird chronologisch erzählt. Der Ich-Erzähler berichtet von seinem Leben und den Geschehnissen um in herum. Die Leser dürften hierbei keine Probleme haben.

Erzählstrang /-stränge

 

Es gibt einen zentralen und mehrere eher nebensächliche  Erzählstrange, die jedoch alle die Erlebnisse der Hauptfigur zum Gegenstand haben.

Perspektiven

 

 

 

 

Die Novelle entdeckt dem Leser aus der Ich-Perspektive des Taugenichts eine naive, unkomplizierte Selbst- und Weltsicht.  . Dies dürfte den Lesern aller Niveaus keine Probleme bereiten. Allerdings ist zu beachten, dass die ab und an vorkommenden, nicht in Prosa gehaltenen Texte (Gedichte, Liedtexte) nicht immer 'bruchlos' mit dieser Perspektive kongruieren.

 

Bedeutung(schichten)

 

Wer Grundwissen über die Romantik und die Philosophie der Epoche besitzt, wird kaum Probleme mit den Bedeutungsschichten der Novelle haben. Allerdings können Leser auf Leseniveau 4 mit dem Erkennen und Deuten der Motive etc. Schwierigkeiten haben.

Fertigkeit bezüglich der literarischen Figurengestaltung

Charaktere

 

 

 

Die Nebenfiguren der Novelle werden über ihre Handlungen und die Art ihrer Sprache charakterisiert und sind psychologisch halbwegs 'ausgebaute' Charaktere. Die Hauptfigur lernt der Leser zudem über deren Schilderung ihrer Gedanken und Gefühle kennen.

Zahl der  Figuren

 

 

 

Die Zahl der Figuren ist überschaubar. Da einige Figuren der Novelle jedoch in Verkleidung auftreten und in eine neue Rolle schlüpfen, könnte es zu Verwechslungen kommen. Am Ende der Novelle wird der Leser allerdings über diese doppelten Identitäten aufgeklärt.

Verhältnisse

Die Beziehungen der Figuren zueinander lassen sich als klassisch charakterisieren: Liebe, Freundschaft und - die abenteuerliche Odyssee des Taugenichts allererst motivierend - der Vater-Sohn-Konflikt.

Benutzte Quellen

 

Eichendorff, Joseph von: Aus dem Leben eines Taugenichts (1826)
Haar, Carel ter: Joseph von Eichendorff. Aus dem Leben eines Taugenichts. Text, Materialien, Kommentar (1977)
www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/unterrichtsmaterial-literatur

Relevante Quellen

 

www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/Novellen/gattung.htm
www.literaturwelt.com
www.bhak-bludenz.ac.at./literatur/biedermeier/


Verarbeitung und Vertiefung

Auf Leseniveau 4 sollten die Schüler in der Lage sein, einige der in der Novelle vorkommenden Motive zu identifizieren und deren Funktion zu beschreiben. Für den Übergang von Leseniveau 4 nach 5 bietet sich eine Frage zum strukturellen Zusammenhang von des Taugenichts Reiseweg und den Wende-/ Umschlagspunkten der Novelle an.

Auf Niveau 5 dann sei empfohlen, den Zusammenhang von Kapitellänge und Spannung zum Gegenstand der Analyse zu machen. Auf diesem Niveau ist es zudem möglich, den Schülern einen kleinen Aufsatz abzuverlangen, der diese auf die 'Anschlussfähigkeit', die Aktualität des in der Novelle verhandelten Motivs der Sehnsucht (und des Reisens) reflektieren lässt. Auch Fragen zur Deutung der Figurennamen sind angemessen.

Generelle Fragen zur literarischen Gattung der Novelle beziehungsweise eine Analyse, welche (strukturellen und motivlichen) Merkmale Aus dem Leben eines Taugenichts als Novelle qualifizieren,bleiben Schülern auf Leseniveau 6 vorbehalten.