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Ich fühl mich so fifty-fifty

Ich fühl mich so fifty-fifty

Karin König
Niveau
Niveau 2
Jaar uitgave
1991
Uitgeverij
Deutscher Taschenbuch Verlag
Plaats
München
Aantal pagina's
128
Genre
  • Zeitroman
Tags
  • Mauerfall
  • DDR
  • deutsche Teilung
Taalniveau
B1

Over de auteur

Karin König (*1946) widmete sich viele Jahre der Integrationsarbeit und promovierte schließlich über die Veränderungsprozesse, denen türkische Mädchen und Frauen durch Emigration unterworfen sind. Aus diesen Erfahrungen und Forschungen entstanden in Zusammenarbeit mit den AutorInnen Hanne Straube und Kamil Taylon die Publikationen Merhaba … Guten Tag (1981), für den sie 1982 den Hans-im-Glück-Preis erhielt, und Oya. Fremde Heimat Türkei (1988), die die Schwierigkeiten von Mädchen, die in einem anderen kulturellen Umfeld aufwachsen, beschreiben. 1991 erschien ihr Jugendroman Ich fühl mich so fifty-fifty.

Inhoud

Sabine Dehnert lebt mit ihrer Familie in Leipzig (DDR). Nachdem ihr Bruder Mario 1989 überraschenderweise eine Ausreisegenehmigung erhalten hat, um eine Tante in Hamburg zu besuchen, kommt er nicht mehr zurück. Als Mario schließlich Kontakt mit seiner Familie aufnimmt, fasst Frau Dehnert den Entschluss, ihm zu folgen. Stets mehr Menschen verlassen die DDR in der Hoffnung auf ein freiheitliches Leben im Westen und so beschließt auch Sabine, nach ihrem Abitur die illegale Flucht über Ungarn und Österreich zu wagen. In Hamburg angekommen, muss sie allerdings bald feststellen, dass auch im Westen nicht alles so rosig ist, wie sie es sich vorgestellt hatte. Nach der Öffnung der Mauer unternimmt sie eine Reise in ihre Heimatstadt, die ihr – so muss sie feststellen – plötzlich fremd geworden ist. Obwohl sie wieder ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hat, liegt ihr einstiges Leben in Trümmern. Gemeinsam mit einer Arbeitskollegin macht Sabine ihren Traum von einer Reise nach Griechenland wahr. Sie weiß nicht mehr, wo sie hingehört, aber eines weiß sie ganz genau: Sie will den Osten und den Westen in sich vereinen.

Leesaanwijzingen

Der in einfacher Sprache geschriebener Roman ermöglicht es dir, die deutsche Teilung und den Mauerfall mit der Hauptfigur Sabine hautnah mitzuerleben. Die zahlreichen Begriffe aus DDR-Zeiten werden dich vor keine Schwierigkeiten stellen, da sie durch Fußnoten erläutert werden.

Om over na te denken

Kannst du dir vorstellen, wie es ist, in einer kommunistischen Gesellschaft aufzuwachsen? Und wie würdest du reagieren, wenn, nachdem die Mauer zu Fall gekommen ist, auch dein ganzes Leben in Trümmern liegt?

Waardering

„Ein Buch über das geteilte Deutschland. Sabine, die sich in ihrer alten Heimat nicht wohl und vor allem nicht ‚frei‘ fühlt flüchtet nach West-Deutschland. Aber der ‚goldene Westen‘ ist doch ganz anders als in ihrer Vorstellung... Genau diese Probleme werden hier sehr gut dargestellt, Alltagssorgen eines Lebens, dass meine Generation gerade noch so kennt - aber für heutige Jugendliche wohl kaum noch vorstellbar ist.“ (buechertreff, https://www.buechertreff.de/forum/thread/39844-karin-koenig-ich-fuehl-mich-so-fifty-fifty/)

 

Aanbevolen

Opdrachten


Niveau 1 - Opdrachten

Buch Karin König Ich fühl mich so fifty-fifty
NummerN1/1
Niveau1
Studienlast45 min
ArbeitsformEinzelarbeit
FokusFigurenkonstellation, Charaktereigenschaften der Figuren
Lernziele

Mit den einzelnen Figuren des Romans und ihren Beziehungen untereinander umgehen

Aufgabe

1. Erstelle ein Poster mit einer Figurenkonstellation, sodass du anderen eine detaillierte Übersicht der Figuren im Roman geben kannst. Berücksichtige dabei die folgenden Punkte:
a) Mache einen deutlichen Unterschied zwischen der Hauptfigur und den Nebenfiguren.
b) Beschreibe in einem Wort das Verhältnis der Figuren (z.B. Liebespaar, Nachbarn, etc.).

2. Im Folgenden siehst du eine Liste mit Charaktereigenschaften sowie eine Auflistung der Haupt- und Nebenfiguren (s. Downloads). Welche Eigenschaften gehören zu welcher Figur? Versuche, jeder Figur mindestens zwei Charakterzüge zuzuordnen. Dabei musst du dich nicht auf die Eigenschaften in der Liste beschränken. Benutze falls nötig ein Wörterbuch.

Charaktereigenschaften:

sympathisch                                 empfindlich

mutig                                            lustig

zuverlässig                                    impulsiv

unsicher                                        still

freundlich                                      ängstlich

einfühlsam                                    hilfsbereit

treu                                              extrovertiert

sorglos                                          introvertiert

pessimistisch                                 kaltherzig

optimistisch                                   sensibel

Downloads Haupt- und Nebenfiguren Ich fühl mich so fifty-fifty
Erstellt vonCornelie de Groot & Gitte Verschure
Buch Karin König Ich fühl mich so fifty-fifty
NummerN1/2
Niveau1
Studienlast1,5
ArbeitsformEinzelarbeit, Partnerarbeit
FokusUnbekannte DDR-Begriffe
Lernziele

Kenntnisse über die DDR erweitern

Aufgabe

1. Einzelarbeit:
a) Im Buch werden unbekannte Begriffe aus der DDR-Zeit in den Fußnoten erläutert. Schreibe alle in den Fußnoten definierten Begriffe auf.
b) Suche im Internet Bilder zu diesen Begriffen.
c) Speichere die Bilder und die Informationen als Tabelle (s. Beispiel unter "Downloads") in einem Word-Dokument und vergiss nicht, die verwendeten Quellen anzugeben.

2. Partnerarbeit:
a) Verwendet die Bilder und Kurzbeschreibungen aus 1. und vergleicht den Osten mit dem Westen.
b) Sucht für jeden DDR-Begriff einen passenden Begriff aus dem Westen sowie ein dazugehöriges Bild.
c) Nun habt ihr eine Reihe von Begriffen aus der DDR und aus dem Westen mit dazugehörigen Bildern. Gestaltet gemeinsam ein Memory mit den Begriffen und dem dazu passenden Bild auf der Rückseite. Eure Lehrkraft verteilt die leeren Karten.
d) Spielt gemeinsam.

Downloads Tabelle Aufgabe N1/3
Erstellt vonCornelie de Groot & Gitte Verschure
Buch Karin König Ich fühl mich so fifty-fifty
NummerN1/3
Niveau1
Studienlast1
ArbeitsformEinzelarbeit, Vierergruppen und im Plenum
FokusErzähltechnik: Zeitsprünge
Lernziele

Textverständnis verbessern

Aufgabe

1. Individuell:
a) Lies die Kapitel 18, 19 und 20 erneut durch.
b) Überlege, welche Städte/Länder Sabine in den letzten vier Kapiteln des Buches besucht hat.
c) Notiere diese Städte/Länder pro Kapitel.

2. In Vierergruppen:
a) Verwendet für diese Aufgabe die Arbeitsform ‚Platzdeckchen‘ (s. Downloads) und schreibt in Einzelarbeit die Städte/Länder, die ihr zuvor notiert habt, auf den A-Teil des Platzdeckchens. Vergesst nicht, das Kapitel anzugeben! Eure Lehrkraft teilt die Platzdeckchen im A3-Format aus.

b) Besprecht in Vierergruppen, welche Übereinstimmungen und/oder Unterschiede es zwischen euren Antworten gibt. Schreibt die Übereinstimmungen in den B-Teil des Platzdeckchens.

c) Zwischen Kapitel 18, 19 und 20 gibt es große Zeitsprünge. Ergänzt die Tabelle (s. Downloads) und ordnet jede Jahreszeit dem richtigen Kapitel zu. Eine Jahreszeit kommt in dem Buch nicht vor. Wähle jeweils zwischen dem Jahr 1989 und 1990.

Downloads Platzdeckchen Aufgabe N1/3
Tabelle Aufgabe N1/3 (1)
Erstellt vonCornelie de Groot

Niveau 2 - Opdrachten

Buch Karin König Ich fühl mich so fifty-fifty
NummerN2/1
Niveau2
Studienlast1
ArbeitsformEinzelarbeit
FokusIdentifikation mit den Figuren
Lernziele

Arbeit am Text und Textverständnis verbessern

Aufgabe

1. Warum entscheiden manche Figuren im Buch sich, eine Flucht zu wagen, wohingegen andere die DDR nicht verlassen wollen. Suche für die folgenden Personen eine Textstelle, in der ihre Einstellungen zur Flucht deutlich werden. Notiere das Kapitel und die Seitenzahl.

Person 1: Sabine
_____________________________________________________________________________________________________________________________________(Kapitel: …. Seite: ….)

Person 2: Mario
____________________________________________________________________________________________________________________________________ (Kapitel: …. Seite: .…)

Person 3: Thomas:
_____________________________________________________________________________________________________________________________________ (Kapitel:…. Seite: .…)

Person 4: Frau Dehnert
_____________________________________________________________________________________________________________________________________(Kapitel:…. Seite: .…)

Person 5: Herr Dehnert
_____________________________________________________________________________________________________________________________________(Kapitel:…. Seite: .…)

2. Wähle eine Figur aus dem Roman aus, mit der du dich identifizieren kannst. Begründe deine Antwort in mindestens 3 Sätzen.

Erstellt vonGitte Verschure
Buch Karin König Ich fühl mich so fifty-fifty
NummerN2/2
Niveau2
Studienlast1
ArbeitsformEinzelarbeit, Partnerarbeit
FokusInhalt, Identifikation
Lernziele

Die Hauptfigur beschreiben, Verbindung zu ähnlichen Situationen herstellen

Aufgabe

1. Die Hauptfigur Sabine weiß nicht mehr, wo sie sich zu Hause fühlt, in der BRD oder in der DDR? Was ist ihr wichtiger? Ihre Freiheit oder ihre Heimat? Und was bedeutet ‚Heimat‘ eigentlich? Ich fühl mich so fifty-fifty zeigt uns, dass diese Fragen nicht so leicht zu beantworten sind…
a) Hört euch Max Giesingers Hit „Zuhause“ an und lest euch gleichzeitig den Songtext durch
b) Notiert in Einzelarbeit mindestens zwei Stellen, die mit der Gefühlswelt und den Gedanken Sabines über die Themen ‚Heimat‘ und ‚Freiheit‘ übereinstimmen.

Wollt ich's nicht immer so
Nie zu Hause sein
Ständig unter Strom
Stillstand als der größte Feind
Ich reiß die Wurzeln aus
Bevor sie tiefer gehen
Immer in Bewegung
Immer auf dem Sprung
Bin ich wirklich auf der Suche
Oder nur süchtig nach Veränderung?
Ich frage mich wie lang
Soll das noch weitergehen?
Schon so lang unterwegs
Mein Kopf will immer nur weiter
Mein Herz sagt, dass ich
Zuhause vermiss'
Wo auch immer das ist
Wann halt' ich an und hör' auf wegzulaufen?
Weil ich Zuhause vermiss'
Wo auch immer das ist
Ist
'Ne Flut neuer Gesichter
Kenn mich selbst manchmal nicht mehr
Wache irgendwo auf und frag mich
Wo ich wirklich hingehör'
Lauf vor mir selber weg
Und komm kaum hinterher
Immer mehr erleben
Immer noch 'ne Schippe drauf
Muss noch ein Level…
Erstellt vonGitte Verschure
Buch Karin König Ich fühl mich so fifty-fifty
NummerN2/3
Niveau2
Studienlast1,5
ArbeitsformEinzelarbeit, Partnerarbeit und im Plenum
FokusDie Geschichte weiterschreiben
Lernziele

Kreativer Umgang mit dem Text

Aufgabe

1. Individuell:
a) Lies die Seiten 120-123 erneut.
b) Das Ende von Ich fühl mich so fifty-fifty ist offen, d.h. wir wissen nicht, wie die Geschichte endet. Wie hast du dir das Ende vorgestellt?

2. Partnerarbeit:
a) Ergänzt den Roman mit einem 21. Kapitel, in dem ihr zusammen ein geschlossenes Ende schreibt.
b) Beachtet während des Schreibens die folgenden Punkte:
c) Verwendet mindestens ein Datum aus dem Jahr 1990 aus der Zeittafel auf S. 126.
d) Schreibt das offene Ende auf Deutsch. Ihr dürft ein Wörterbuch und die Grammatik in eurem Arbeitsbuch verwenden.

3. Im Plenum:
a) Lest eure Version des geschlossenen Endes laut vor und hört euch auch die Versionen eurer MitschülerInnen an.
b) Diskutiert in eurer Gruppe und stimmt ab, welche Versionen euch am besten gefallen haben. Die Lehrkraft notiert den Punktestand auf der Tafel.

Erstellt vonCornelie de Groot

Niveau 3 - Opdrachten

Buch Karin König Ich fühl mich so fifty-fifty
NummerN3/1
Niveau3
Studienlast1
ArbeitsformEinzelarbeit, Chronologie
FokusChronologie
Lernziele

Textinterne Eigenschaften erkennen und benennen

Aufgabe

1. Beantworte die untenstehenden Fragen:

a) Ist dieser Roman chronologisch aufgebaut?
b) Wenn nicht, in welchen Kapiteln gibt es eventuelle Flashbacks oder Flashforwards?
c) Beschreibe die Textstellen und notiere das Kapitel und die Seitenzahl.

2. Liste die Ereignisse innerhalb des Buches chronologisch auf. Was passiert der Reihe nach?
3. Stell dir vor, du wärst der Autor/die Autorin des Romans. Mache dir Gedanken zu den folgenden Fragen:
a) Mit welchem Ereignis würdest du den Roman anfangen lassen?
b) Was wäre der Kern deiner Geschichte und mit welchem Ereignis würdest du den Roman beenden?
Begründe deine Antwort kurz.

4. Tausche dich über deine Ergebnisse mit einem Mitschüler/einer Mitschülerin aus.

Erstellt vonGitte Verschure
Buch Karin König Ich fühl mich so fifty-fifty
NummerN3/2
Niveau3
Studienlast1
ArbeitsformEinzelarbeit
FokusIdeologie
Lernziele

Sich mit den Themen vertraut machen, die in der Welt der Erwachsenen eine Rolle spielen

Aufgabe

1. Individuell:
a) Im Buch Trabant. Die letzten Tage der Produktion von Martin Roemers beginnt das Vorwort wie folgt:

Vor gut 16 Jahren, im Frühjahr 1991, wurde der Trabant nach 34 Jahren zum letzten Mal produziert. Damit ging eine Ära zu Ende: Der Kleinwagen mit Kunststoff-Karosserie, der seit 1957 in Zwickau gefertigt wurde, war der Inbegriff des Ost-Autos und weit über die Grenzen der DDR bekannt. Von Westen aus betrachtet, wurde der Trabi als rückschrittlich empfunden und in seiner technischen Einfachheit belächelt. Innerhalb der DDR war er ungeliebt und begehrt zugleich, ein fester Bestandteil des Alltags und Abbild des gesellschaftlichen Status‘. Nach der Wende wuchs im Westen kurzzeitig die Begeisterung für das exotische Gefährt, während der Osten das Interesse am Trabi verlor.

 

In der DDR war der Trabant „ungeliebt und begehrt zugleich, ein fester Bestandteil des Alltags und Abbild des gesellschaftlichen Status‘.“ (S. 6). In einer kommunistischen Gesellschaft wird vorausgesetzt, dass alle Menschen gleich sind. Was hältst du davon, dass man in einer solchen Gesellschaft mit einem Trabant Status kaufen konnte? Beantworte die Frage schriftlich und verwende mindestens 25 Wörter.

b) In Kapitel 20 beendet Sabine ihr Tagebuch mit folgendem Absatz:

„Ich werde versuchen, das nehme ich mir ganz fest vor, beide Teile, den Osten und den Westen, in mir zu vereinen. Vielleicht entsteht ja dadurch etwas Neues. Es kann doch sein, daß ich in zehn Jahren überall zu Hause bin, in New York genauso wie in Moskau. Grenzen können mich jedenfalls nicht hindern.“ (S. 123)

Sabine nach könnte mit der beschriebenen inneren Vereinigung von Ost und West „etwas Neues“ entstehen. Erkläre, was sie mit „etwas Neues“ meint.


c) Ein Kosmopolit nennt die ganze Welt als seine Heimat und betrachtet sich somit als Weltbürger. Würde Sabines Weltsicht mit der eines Kosmopoliten übereinstimmen? Erkläre warum (nicht) mithilfe des Zitats aus Sabines Tagebuch.

Bronnen

Roemers, Martin: Trabant. Die letzten Tage der Produktion. Berlin: Wasmuth 2007.

Abbildung: https://www.louwmanmuseum.nl/en/car/trabant-601-ls/

Downloads Abbildung Trabant
Erstellt vonCornelie de Groot
Buch Karin König Ich fühl mich so fifty-fifty
NummerN3/3
Niveau3
Studienlast1
ArbeitsformGruppenarbeit
FokusErzähltechnik
Lernziele

Interesse an der Erzähltechnik wecken

Aufgabe

Der Roman beginnt in dem ersten Kapitel mit Sabines Flucht über die österreichische Grenze. Im zweiten Kapitel befindet sie sich in Leipzig und es wird berichtet, wie es zu dieser Flucht gekommen ist. Was bedeutet das für die Chronologie des Textes?
1. Lest den Artikel "Erzählte Zeit" unter "Literarische Theorie" gemeinsam durch.

2. Seht euch gemeinsam das Video unter "Literarische Theorie" an: Erzählzeit & erzählte Zeit | Bedeutung und Beispiele. Notiert euch die Begriffe, die innerhalb des Videos genannt werden.

3. Seht euch die Erläuterungen zum „Erzähltempo“ an.

Erzähltempo

Zeitraffung: erzählte Zeit > Erzählzeit

Zeitdeckung: erzählte Zeit = Erzählzeit

Zeitdehnung: erzählte Zeit < Erzählzeit

4. Worum handelt es sich in Ich fühl mich so fifty-fifty: Zeitraffung, Zeitdeckung oder Zeitdehnung? Verwendet zur Beantwortung der Frage das Video aus Aufgabe 2 und die Erläuterung über ‚Erzähltempo‘ (unter Theorie).

5. Belegt eure Antwort aus Aufgabe 4 mit fünf Textstellen aus Ich fühl mich so fifty-fifty. Vergesst nicht, das Kapitel und die Seitenzahl anzugeben!

Literaire theorie

https://wortwuchs.net/erzaehlte-zeit/

https://www.youtube.com/watch?v=VCSAqkxdFAc  

Erstellt vonCornelie de Groot

Docenteninformatie

Karin König wurde 1946 in Düren geboren und absolvierte eine Ausbildung zur Physiotherapeutin, Sozialarbeiterin und Diplompädagogin. Sie widmete sich viele Jahre der Integrationsarbeit und promovierte schließlich über die Veränderungsprozesse, denen türkische Mädchen und Frauen durch Emigration unterworfen sind. Aus diesen Erfahrungen und Forschungen entstanden in Zusammenarbeit mit den AutorInnen Hanne Straube und Kamil Taylon die Publikationen Merhaba … Guten Tag (1981), für den sie 1982 den Hans-im-Glück-Preis erhielt, und Oya. Fremde Heimat Türkei (1988), die die Schwierigkeiten von Mädchen, die in einem anderen kulturellen Umfeld aufwachsen, beschreiben. 1991 erschien ihr Jugendroman Ich fühl mich so fifty-fifty.

Inhalt

Sabine Dehnert lebt mit ihrer Familie in Leipzig (DDR). Nachdem ihr Bruder Mario 1989 überraschenderweise eine Ausreisegenehmigung erhalten hat, um eine Tante in Hamburg zu besuchen, kommt er nicht mehr zurück. Als Mario schließlich Kontakt mit seiner Familie aufnimmt, fasst Frau Dehnert den Entschluss, ihm zu folgen. Stets mehr Menschen verlassen die DDR in der Hoffnung auf ein freiheitliches Leben im Westen und so beschließt auch Sabine, nach ihrem Abitur die illegale Flucht über Ungarn und Österreich zu wagen. In Hamburg angekommen, muss sie allerdings bald feststellen, dass auch im Westen nicht alles so rosig ist, wie sie es sich vorgestellt hatte. Nach der Öffnung der Mauer unternimmt sie eine Reise in ihre Heimatstadt, die ihr – so muss sie feststellen – plötzlich fremd geworden ist. Obwohl sie wieder ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hat, liegt ihr einstiges Leben in Trümmern. Gemeinsam mit einer Arbeitskollegin macht Sabine ihren Traum von einer Reise nach Griechenland wahr. Sie weiß nicht mehr, wo sie hingehört, aber eines weiß sie ganz genau: Sie will den Osten und den Westen in sich vereinen.

Schwierigkeitsgrad

Literarisches Niveau: Dieser Roman ist durch seinen geringen Umfang und die altersgerechte Präsentation der Thematik gut geeignet für SchülerInnen auf Niveau 2. Obwohl die LeserInnen während der Lektüre in eine fremde Lebenswelt eintauchen, sollte es ihnen leicht fallen, sich mit der gleichaltrigen Protagonistin zu identifizieren. Für LeserInnen auf Niveau 1 sind die Zeitsprünge und die Fremdheit des alltäglichen Lebens in der DDR eine Herausforderung. Für LeserInnen auf Niveau 3 ist der historische und politische Kontext interessant; die Heimats- bzw. Identitätsfrage könnte mit dem Begriff des Kosmopolitismus erweitert werden.

Sprachliches Niveau: Der Roman ist in einer leicht zugänglichen Alltagssprache geschrieben. Die Sätze sind selten lang und auch die Satzstrukturen im Allgemeinen nicht allzu komplex. Auch der gehäufte Gebrauch von DDR-Begriffen stellt keine Hürde dar, da Erläuterungen der unbekannten Begriffe in den Fußnoten zu finden sind. Eine große Anzahl unbekannter Wörter lassen sich zudem aus dem Kontext ableiten. Insgesamt ist der Text dem Niveau B1 zuzuordnen.

Dimensionen

Indikatoren

Hinweise auf komplizierende Faktoren

Allgemeine Voraussetzung (um den Text verstehen zu können)

Bereitschaft

Der geringe Umfang des Buches (128 Seiten) stellt für die SchülerInnen keine Hürde dar. Die Lektüre führt in eine andere Lebenswelt, was auf Niveau 2 noch Schwierigkeiten bereiten könnte; ab Niveau 3 dürfte Hineinversetzung in das Leben der Menschen während der deutschen Teilung interessant sein.  Da der Roman aus dem Leben der jugendlichen Sabine berichtet, wird den SchülerInnen dieser Prozess erleichtert.

Interessen

Das Buch eignet sich gut für SchülerInnen, die sich für Bücher mit geschichtlichem Hintergrund interessieren und gerne zum Nachdenken angeregt werden wollen. Das Buch umfasst mehrere Themenbereiche: Freiheit, Heimat, Leben in der DDR und BRD, Kommunismus und Kapitalismus.

Allgemeinwissen

Für die Lektüre kann es hilfreich sein, bereits einige Grundkenntnisse über die deutsche Teilung und die beiden politischen Systeme zu haben. Die Zeittafel am Ende des Romans bietet zusätzlich eine Übersicht politischer Ereignisse zwischen 1989 und 1990. Die SchülerInnen werden durch die Lektüre dazu angeregt, sich darüber Gedanken zu machen, wie das Leben einer Heranwachsenden während der Zeit der deutschen Teilung aussah. Für LeserInnen ab Niveau 3 wäre es möglich, auf den historischen Hintergrund des Buches einzugehen und diesen zu reflektieren.

Spezifische kulturelle und literarische Kenntnisse

Außer dem historischen Wissen wird kein weiteres kulturhistorisches Wissen zum Verständnis des Buches vorausgesetzt. Die SchülerInnen sollten mit Grundkenntnissen der Erzähltechnik vertraut sein und ab Niveau 2 in der Lage sein, zu erkennen, dass der Roman sowohl Dialoge als auch geschriebene Briefe enthält, und dass der Handlungsverlauf gelegentlich durch Zeitsprünge unterbrochen wird.

Fertigkeit bezüglich des Sprachgebrauchs – vgl. GeR (ERK)- und des literarischen Stils

Vokabular

Die Sprache ist einfach gehalten und somit auch für junge Lernenden ohne größere Schwierigkeiten verständlich. Aufgrund der häufig vorkommenden Personenrede handelt es sich hierbei weitestgehend um ein umgangssprachliches Sprachregister, für dessen Verständnis die SchülerInnen nur ein geringes Maß an Abstraktion benötigen. Die zahlreichen umgangssprachlichen Redewendungen bieten den SchülerInnen zudem die Möglichkeit, ihren Grundwortschatz zu erweitern. Die Bedeutungen unbekannter Wörter können mit einem Wörterbuch nachgeschlagen werden. Unbekannte Ost- und Westbegriffe, die im Buch genannt werden, werden in den Fußnoten erläutert.

Satzkonstruktion

Sabines Gedanken und Äußerungen sind gut verständlich. Die kurzen Sätze in zumeist dialogischer Form bereiten LeserInnen ab Niveau B1 im Normalfall keine Schwierigkeiten und erhalten überwiegend typische Satzkonstruktionen. Dass der Text in der Gegenwartsform geschrieben ist erleichtert darüber hinaus die Lektüre. Andere grammatikalische Hürden wie der Konjunktiv oder Passivkonstruktionen kommen kaum vor.

Stil

Der Roman ist gekennzeichnet durch Rückblenden und Situationsbeschreibungen sowie einen hohen Anteil an Personenrede, vor allem direkte Rede und innere Monologe, welche die Erlebnisse und Entwicklungen der Figuren explizit darstellen. Der Schreibstil ist gut verständlich und die Briefe im Roman gewähren Einblicke in subjektive Haltungen und Erfahrungen aus dem Leben in der DDR und BRD, ohne sich dabei eines schwer verständlichen literarischen Stils zu bedienen, welcher für LeserInnen auf niedrigen Niveaus noch schwer zugänglich ist.

Fertigkeit bezüglich der literarischen Verfahrensweise

Handlungsdichte

Die Geschichte, die sich an zwei Schauplätzen, der DDR (Leipzig) und der BRD (Hamburg) abspielt, weist eine große Handlungsdichte auf. Die Situationen und die Einstellungen der Figuren verändern sich von Kapitel zu Kapitel drastisch. Wohingegen sich Sabine beispielsweise im 18. Kapitel noch in Hamburg befindet, reist sie im 19. Kapitel mit FreundInnen nach Leipzig und verbringt im 20. Kapitel bereits ihren ersten Urlaub in Griechenland. Auch die zahlreichen Dialoge treiben den Fortgang der Erzählung zügig voran. Die Handlung wird häufig durch innere Monologe unterbrochen, was dem Verständnis jedoch keinen Abbruch tut, sondern das schnelle Aufeinanderfolgen der Szenen anhand der inneren Entwicklung der Protagonistin rechtfertigen soll. Ähnlich wirken die Briefe und der Tagebucheintrag Sabines, die rückblickend jene Lücken füllen, welche die Erzählung durch ihr rasches Tempo, die häufigen Zeitsprünge sowie die räumliche Distanz der Figuren zu erzählen versäumt.

Chronologie

Die Zeitsprünge und Rückblenden sind ein wesentlicher Charakterzug des Textes, wodurch von keinem chronologischen Erzählen die Rede sein kann. Die große Handlungsdichte des Textes wird nicht zuletzt durch drastische Zeitraffungen erzielt, wobei die Erzählzeit wesentlich kürzer ist als die erzählte Zeit. Die Geschichte beginnt in Kapitel 1 mit einem Flashforward, der Sabines Flucht über die österreichische Grenze darstellt. In den Kapiteln 2 bis 12 blickt die Protagonistin dann auf die letzten Tage in Leipzig vor ihrer Flucht in den Westen zurück. Diese Rückblenden tragen dazu bei, dass LeserInnen mehr Einblicke in das Leben in der DDR erhalten und die Entscheidungen Sabines nachvollziehbar bleiben. Erst in Kapitel 13 wird die Flucht fortgesetzt. Insgesamt enthält der Roman 20 Kapitel. Die Chronologie könnte LeserInnen auf Niveau 1 noch vor Schwierigkeiten stellen.

Erzählstränge

Die personale Erzählweise ist beschränkt auf die Perspektive Sabines und umfasst demzufolge auch nur einen Erzählstrang. Lediglich in Briefen wird aus der Perspektive von Thomas oder Mario geschrieben, wodurch weitere Erzählstränge nicht eröffnet werden brauchen und somit der Lesefluss nicht beeinträchtigt wird. Aufgrund des Fehlens zahlreicher, die Handlung verkomplizierender Erzählstränge, weist das Buch ein geringes Maß an Komplexität auf und ist auch für LeserInnen ab Niveau 1 geeignet.

Perspektive(n)

Das Buch erzählt unmittelbar aus der Erlebnisperspektive Sabines, was dem Leser zunächst den Zugang zu dem Innenleben und den Gedanken anderer Figuren verweigert. Erst mit dem Einsetzen der Briefe, die entweder aus Sabines eigener Perspektive, jener ihres Bruders Mario oder ihres Freundes Thomas geschrieben wurden, erhält der Leser auch Einblicke in die Wahrnehmungen der anderen Jugendlichen. Diese Briefe sorgen somit dafür, dass LeserInnen mehr über die Lebensumstände in der damaligen DDR oder BRD erfahren, ohne die LeserInnen mit einem komplizierenden Perspektivwechsel zu konfrontieren.

Bedeutung(sschichten)

Der Roman weist keine komplexen, mythologischen Bedeutungsschichten oder intertextuellen Bezüge auf, wodurch er auch für niedrige Niveaus gut geeignet ist. Allein die Heimat-Frage, die den Text in seinem gesamten Verlauf unterschwellig begleitet und am Ende in Sabines Tagebucheintrag explizit formuliert wird, könnte SchülerInnen auf Niveau 1 noch überfordern. LeserInnen ab Niveau 3 sollten einem Vergleich der Situation in der DDR und BRD gewachsen sein und somit in der Lage sein, die damit verbundenen Bedeutungsschichten zu erkennen. Auf Niveau 3 könnten somit auch Begriffe wie Weltbürgerschaft und Kosmopolitismus im Unterricht oder innerhalb der Aufgaben zur Sprache kommen.

Fertigkeit bezüglich der literarischen Figurengestaltung

Charaktere

Die Entwicklung der Hauptfigur Sabine, einer Leipziger Abiturientin, steht im Mittelpunkt der Handlung. Ihre Gedanken und Gefühle werden realistisch geschildert und sind, nicht zuletzt aufgrund des Alters der Protagonistin, für LeserInnen auf allen Niveaus nachvollziehbar. Da sich die LeserInnen im Normalfall ohne Weiteres in Sabine hineinversetzen können, erscheint auch ihre Flucht als eine logische Folge ihrer persönlichen Entwicklung. Diese wird innerhalb der Personenrede, in welcher die Protagonistin den LeserInnen ihr eigenes Handeln und ihre Gefühle genauestens erörtert, explizit dargestellt. Während die zahlreichen Dialoge überwiegend Letzterem dienen, setzen die Briefe der übrigen Figuren die LeserInnen zudem aber auch über deren eigene Beweggründe in Kenntnis.

Zahl der Figuren

Die 17-jährige Abiturientin Sabine ist die Hauptfigur innerhalb des Romans. Zu den Nebenfiguren zählen Sabines Familienmitglieder, ihre MitschülerInnen und FreundInnen sowie, gegen Ende der Handlung, ihre KollegInnen im Altenheim. Da die Nebenfiguren räumlich gebunden sind, bzw. sich allenfalls von Leipzig nach Hamburg und zurückbewegen, ist es nicht schwierig, diese voneinander zu unterscheiden. Sie nehmen innerhalb der Handlung eine wichtige Funktion ein, da sie die Wende in Deutschland aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.

Verhältnisse

Die Verhältnisse zwischen der Hauptperson Sabine und den Nebenfiguren sind übersichtlich und es sollte den LeserInnen nicht schwer fallen, diese zu erschließen.  Die Beziehungen innerhalb der Familie Sabines sind zu Beginn nicht ungewöhnlich, verkomplizieren sich aber im Laufe der Handlung, um sich am Ende wieder zu ordnen. Einige Verhältnisse und Handlungsweisen der Figuren könnten, da sie  im Text nicht hinreichend erklärt werden, bei den LeserInnen für Unverständnis sorgen. So könnte beispielsweise die Tatsache, dass Sabines Mutter ihrem Sohn ohne Weiteres hinterherreist oder die passive Haltung des Vaters innerhalb der Erzählung unglaubwürdig erscheinen.

benutzte Quellen

DTV: Karin König. https://www.dtv.de/autor/karin-koenig-40/

relevante Quellen

Extra Hintergrundinformationen und extra Unterrichtsmaterialien:

 

Planet wissen: Leben in der DDR. https://www.planet-wissen.de/geschichte/ddr/das_leben_in_der_ddr/index.html

ZDF: Alltag in Ost und West- Leben im geteilten Deutschland. https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/alltag-in-ost-und-west--leben-im-geteilten-deutschland-100.html

Verarbeitung und Vertiefung

LeserInnen auf Niveau 1 haben wenig Erfahrung mit Belletristik. In Aufgaben auf Niveau 1 sollte vor allem das Leseerlebnis im Mittelpunkt stehen und die SchülerInnen sollten die Möglichkeit haben, ihre eigene Meinung zum Buch zu äußern. Das Erstellen und Präsentieren einer Figurenkonstellation bietet sich hierbei als Aufgabe an und erleichtert es den LernerInnen, den Text besser zu verstehen. Des Weiteren könnten die SchülerInnen die drei ihrer Meinung nach spannendsten Passagen des Buches wählen und im Anschluss ihre Auswahl begründen. Es wäre zudem sinnvoll, Kenntnisse über ein bestimmtes Thema zu erweitern, sodass unbekannte Begriffe im Text weniger Erläuterungen benötigen. Da LeserInnen auf Niveau 1 noch nicht mit der Erzähltechnik vertraut sind, sollte man die Zeitsprünge, um Verständnisschwierigkeiten zu vermeiden, vor der Lektüre antizipieren. Auf Niveau 2 hingegen sollte die Identifikation mit den Figuren im Vordergrund stehen. Hierbei könnte auf die Fluchtmotive der verschiedenen Figuren eingegangen werden. Da Ich fühl mich so fifty-fifty einen offenen Schluss aufweist, sollten sich SchülerInnen auf diesem Niveau miteinander über ein mögliches Ende der Geschichte austauschen. Die Zeittafel am Ende des Romans geht über die Ereignisse innerhalb des Romans hinaus. Diese könnte in die Aufgabe integriert werden. Die Handlung könnte auch in einem anderen Medium (z.B. als ein Blogeintrag) weitergeschrieben werden. Aufgaben auf Niveau 3 sollten sich mit den zentralen Themen auseinandersetzen, wobei vor allem ein Vergleich zwischen der kommunistischen Gesellschaft im Osten und der kapitalistischen Gesellschaft im Westen im Vordergrund stehen sollte. Die Begriffe ‚Globalisierung‘ und ‚Kosmopolitismus‘ wären einzuführen. Auch könnten die SchülerInnen ihre eigene Identität reflektieren. Da es ein Lernziel des dritten Niveaus ist, das Interesse der SchülerInnen an der Erzähltechnik zu wecken, sollte auch eine Aufgabe zu diesem Thema nicht fehlen.